News

Neuheiten rund um unsere Ausstellung

Im Gespräch mit:

Judith Rohrbach

Wir hatten gerade das Festival «Unfrisiert» im Kleintheater Luzern, wo die Inklusive Kultur im Zentrum stand. In der Vorbereitungszeit ist mir bewusst geworden, wie wenig ich teilweise über Schwierigkeiten von Menschen mit einer Beeinträchtigung Bescheid weiss. Es gibt zu wenige Schnittstellen im alltäglichen Leben, wo Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in Kontakt kommen oder sie bleiben unbemerkt. So haben wir Annahmen getroffen, die aus unserer Sicht logisch erschienen und in Kontakt mit Betroffenen gemerkt, dass wir falsch lagen – so kann sich manchmal die Welt drehen.

Louise Felder

Das Thema «nicht gut Hören» im Kleinkind- und Schulalter ist in der Gesellschaft zu wenig bekannt. Die Menschen verbinden das Handicap meistens mit älteren Menschen – den Eltern und Grosseltern. Damit sind sich viele, insbesondere auch PädagogInnen, der Auswirkungen und Hürden in der Sprachentwicklung und in der Schulbildung bei Klein- und Schulkindern nicht bewusst.

Für die Ausstellung wünsche ich euch viele Besucherinnen und Besucher «mit offenen Ohren», die ein Verständnis entwickeln können für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung im Allgemeinen und für die «kleinen Ohren» im Besonderen.

Sarah Wagner

Wenn ich Menschen erzähle, dass ich Yoga anbiete für Menschen mit einer Hörbehinderung, fragen sie, wieso das nötig sei. Es besteht das Missverständnis, dass Hörgeräte normales Hören ermöglichen. Die Ausstellung kann dieses Missverständnis aufklären und die Menschen für die Einschränkungen, die trotz oder gerade wegen Hörgeräten bestehen, sensibilisieren. Dieses Verständnis gelingt nur, so glaube ich, wenn die Menschen dieses «Hören» selbst erleben können.

Ich wünsche euch viel Mut und eine grosse Resonanz, die zu mehr Gehör für Höreinschränkungen aber auch für sämtliche Arten von Beeinträchtigungen führt.


Best Practice-Beispiel

Die Dienststelle Soziales und Gesellschaft (DISG) des Kantons Luzern wählt unsere Ausstellung unerHÖRT erleben als Best Practice-Beispiel.

Leben mit Behinderungen - Leitbild Kanton Luzern

Die Vielfalt der Menschen als Stärke! Dazu bekennt sich der Kanton Luzern und seine Bevölkerung mit dem neuen Leitbild «Leben mit Behinderungen». Das Leitbild zeigt auf, wie das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen gefördert und zum Mehrwert werden kann. 
Wir freuen uns sehr über die Bestätigung! Weil

  • seit Beginn des Projektes über zwei Drittel der Projektbeteiligten Menschen mit einer Hörbehinderung sind.
  • wir die Teilnahme und Teilhabe in der Gesellschaft fördern - das DazugeHÖREN.
  • die Ausstellung erstmalig und damit schweizweit ein Pionierprojekt ist.

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